Kopf in den Sand stecken oder Ärmel hochkrempeln?

Kopf in den Sand stecken oder Ärmel hochkrempeln?
Veröffentlicht am: 01/10/2022Kategorien: Umsatzsteigerung, Vertriebsmanagement0 KommentareSchlagwörter: , ,

Wie man aktuell den Nachrichten entnehmen kann, gibt es in Deutschland zahlreiche Firmen, die von der Krise profitieren. Offensichtlich sind es aber deutlich mehr Unternehmen die aktuell, auf Grund immer höherer Preise für Energie und Rohstoffe, ums nackte Überleben und ihre Existenz kämpfen.

Vor diesem Hintergrund müssen sich viele Unternehmungen, egal ob Börsen notiert oder z.B. der familiengeführte Maschinenbauer oder Handwerksbetriebe um die Ecke, die Frage stellen ob und wie Sie ihren Vertrieb für die Zukunft neu ausrichten.

Den Kopf in den Sand stecken und währenddessen zu hoffen Naja, das wird hoffentlich bald vorbei sein“ ist, da sind sich alle einig, der falsche Weg.

Die Ärmel hochkrempeln, wie der Schwabe zu sagen pflegt, wenn es etwas zu schaffen (arbeiten) gibt, hört sich schon deutlich besser an, wird aber ohne vorher ausgearbeitete Strategie wahrscheinlich in die Hosen gehen.

Was ist in solchen, für die meisten von uns noch nie dagewesenen Krisenzeiten eine gut ausgearbeitete Strategie?

  • Hilft bei der Ausarbeitung einer Verkaufsstrategie das bekannte Sprichwort „Less is more“, indem Unternehmen ihre Dienstleistungen auf das Wesentliche reduzieren und unnötigen Ballast über Bord werfen?
  • Bringt die Verstärkung der Vertriebsmannschaft die Chance Neukunden zu finden, die bereit sind in diesen ungewissen Zeiten zu investieren?

Fragen über Fragen, Aktionen über Aktionen, die ein einzelner Mensch höchstwahrscheinlich nur sehr schwer allein beantworten bzw. umsetzen kann.

Schon in frühen Zeiten gab es Krisen. Als z.B. vor 4.000 Jahren auf der Wrangel Insel im arktischen Ozean die letzten 300 Mammuts der Erde lebten wurde es für die damaligen Jäger (Unternehmer) immer schwieriger diese Riesen überhaupt zu finden, geschweige denn zu jagen, um sich und ihre Familien ernähren zu können.

Waren die Jäger der Steinzeit noch gewohnt Mammuts als eine ihrer Haupternährungs- und Einnahmequelle in Form von großen Herden zu finden, mussten sich später die Jäger, bei schwindender Mammut Population damals bereits neue Strategien entwickeln und ums blanke Überleben und ihre Existenz kämpfen.

Beutestrategie

Beutestrategie

Für einen Jäger allein, ein Mammut zu jagen war damals schon sehr gefährlich. Bei schwindender Population war es für einen einzelnen Jäger nicht nur gefährlich, sondern auch viel schwieriger geworden überhaupt noch ein Mammut zu finden.

Jagdgemeinschaften

Als Antwort auf diese damalige Krise wurden Jagdgemeinschaften gegründet. In einer vorher genau ausgearbeiteten Strategie wurden die Weidegründe und Wanderwege der Riesen erkundet, um Sie dann an einem günstig gelegenen Ort in eine Falle zu locken. Gefangen in einer solchen Falle war es für die Jäger deutlich einfacher und mit weniger Gefahren verbunden die Beute zu erlegen. Die Jäger teilten Ihre Beute entsprechend dem Aufwand des einzelnen Jägers untereinander auf, sodass jeder davon gut leben und weiter existieren konnte.

Perspektivenwechsel statt Jagdstrategie

Durch den eingangs beschriebenen Umstand, dass viele Unternehmen in Deutschland sowie in nahezu allen Ländern der Welt durch sowohl gestiegene Energie- und Rohstoffpreise als auch hohen Lebensunterhaltspreise um ihre Existenz kämpfen, benötigen betroffene Firmen zwar keine neue Jagdstrategie, sondern Strategien, also neue Wege und Mittel, um in Zukunft den veränderten Vorzeichen nicht zum Opfer zu fallen.

In der Regel existieren bei den meisten Unternehmen Businesspläne, welche Visionen und Strategien zur Gewinnung neuer Kunden sowie zur Steigerung von Umsatz, von Marktanteilen und des Gewinns beinhalten.

Hand aufs Herz: Sind diese Pläne noch umsetzbar und wird es den Unternehmen und ihren Vertriebsmannschaften überhaupt noch gelingen mit den bisher angewandten Strategien und Methoden, Neukunden zu gewinnen und das Vertrauen der Bestandskunden zu behalten?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, müsste zuallererst ein Perspektivenwechsel in den Unternehmungen stattfinden in dem nicht ein „egoistisches ICH“, sondern ein „gemeinsames WIR“ den Ton zur Bewältigung der Krise vorgibt.

„Mit-Arbeiter“ aus allen Bereichen einer Firma und nicht wie bisher nur die Geschäftsleitung / Firmeninhaber mit ihren Managern müssen gemeinsam an einer neuen Strategie arbeiten, aus der für jeden unmissverständlich hervorgeht: Erstens WARUM,dann WIE und danach erst WAS unternehmen WIR gemeinsam, um uns den schwierigen Herausforderungen dieser Krise zu stellen?

Bei allen Maßnahmen und Abläufen muss die erarbeitete, gemeinsam verabschiedete Strategie die Guideline für das Meistern der Herausforderungen bleiben.

Im Zuge dieses perspektivisch neuen Vorgehens muss die gemeinsame Strategie von Allen zu einem „Selling Plan“ (Ausführungsplan) weiterentwickelt werden.

Es ist dabei immer darauf zu achten, dass sichergestellt wird, dass alle am gleichen Strick ziehen, nicht gegeneinander, sondern miteinander in die dieselbe Richtung.

Liebe Leser,

teilen Sie mit mir die Meinung, dass neue Strategien notwendig werden, um Wege zu finden die Herausforderungen der aktuell weltweit herrschenden Krisen zu stellen?

Schreiben Sie mir – richard-keller@schreiber-training.de – gerne können wir auch telefonieren:
+49 7062 96 96 8 oder +49 152 59 83 75 82

Bild von Freepik

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